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Agnes Grond

Bridge-Stipendium (Juli 2017 – Juni 2018)

Agnes Grond studierte Musikwissenschaft und Sprachwissenschaft an den Universitäten Graz und Wien. Ihre Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle der Bereiche Minderheitensprachen, (Zweit-)spracherwerb in der Migration, Literacy-Forschung und kurdischer Linguistik. Ihre Dissertation wurde mit dem Preis für Migrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. Derzeit ist sie post-doc-researcherin am treffpunkt sprachen/Forschunsgbereich Plurilingualismus der Karl-Franzens-Universität, wo sie zu mehrsprachigen Kommunikationspraktiken innerhalb der kurdischen Community arbeitet. Agnes Grond ist Mitherausgeberin des Wiener Jahrbuchs Kurdische Studien.

Habilitationsprojekt

Bayramerzählungen kurdischer Schülerinnen in Graz. Erzählen im Spannungsfeld von sprachlicher Herkunftskultur und Einwanderungskultur.

Im Zentrum des Projekts stehen schriftliche und mündliche Erzählungen kurdischer Schülerinnen, deren Familien aus der Türkei nach Österreich migriert sind. Die schriftliche Edition eines zuvor mündlich produzierten Textes liefert sprachliche Daten aus dem Bereich der familiären sprachlichen Domäne, die von einer interaktiven kommunikativen Situation geprägt ist, sowie aus dem Bereich der bildungssprachlichen schriftorientierten Domäne, in der alles, was innerhalb einer kommunikativen Situation konstitutiv ist, mit sprachlichen Mitteln eingeführt werden muss. Um Vergleichbarkeit zu gewährleisten, ist das Thema der Erzählungen (Opferfest (bayram)) vorgegeben. Diese Daten werden ergänzt mit Leitfadeninterviews, die Aufschluss geben über den individuellen Sprachgebrauch und Spracheinstellungen, Bildungsgrad und Bildungsverlauf der Eltern und Geschwister sowie soziokulturell geprägten literalen Traditionen, wie z.B. dem Lesen des Koran usf. Diese schriftkulturellen Praktiken können sich für den Erwerb der Zweit(schrift)sprache als Ressource oder Barriere erweisen: In der neueren Forschung besteht Konsens, dass derartiges literales Wissen zwar den spezifischen Gegenstand des schulischen Schreib-/Leseunterrichts ausmacht, dass dieses aber auf Wissensstrukturen aufbaut, die als emergente oder Proto-Literalität schon in Auseinandersetzung mit den schriftkulturellen Erfahrungen im vorschulischen Bereich entwickelt worden ist. Hier ist zu erwarten, dass nicht nur sozial unterschiedliche Kontexte diese Wissensstrukturen bestimmen, sondern dass diese zusätzlich noch durch unterschiedliche kulturelle Traditionen geprägt sind, die sich im Falle der kurdischen Probandinnen aus dem spezifischen Moment der muslimischen schriftkulturellen Traditionen auf der einen Seite und den oralen Traditionen der kurdischen Gesellschaft auf der anderen Seite zusammensetzen. Daher wird als Grundlage für eine Analyse des von den Probanden genutzten bildungssprachlichen Wissens eine ethnographische Studie zu den entsprechenden Hintergründen in der kurdischen Community durchgeführt, um exemplarisch die Verhältnisse in einer mehrsprachigen Gemeinschaft in der Migration zu dokumentieren.

Kontakt

Leitung
Universitätsplatz 3/I 8010 Graz
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Schmölzer-Eibinger Telefon:+43 (0)316 380 - 8393

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Stellvertretende Leitung
Universitätsplatz 5 8010 Graz
Univ.-Prof. Mag.rer.nat. Dr.phil. Claudia Haagen-Schützenhöfer Mobil:+43 (0)316 380 - 5716

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Koordination/Office
Universitätsplatz 3/I 8010 Graz
Mag. phil. Bernadette Lipp, BA BA MA Telefon:+43 (0)316 380 - 8390

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