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Georg Marschnig

Step-in-Stipendium (Oktober 2018 – September 2019)

Georg Marschnig absolvierte bis 2006 das Lehramtsstudium für die Fächer Deutsch und Geschichte. Im Studienjahr 2006/07 absolvierte er das Unterrichtspraktikum am BG/BRG Kirchengasse und schloss den Universitätslehrgang Deutsch als Fremdsprache ab. Danach übersiedelte er nach Wien, um dort als Forschungsassistent am Initiativkolleg „Kulturen der Differenz“ der Universität Wien zu promovieren. Nach der Promotion unterrichtete er von 2009 bis 2018 am BG/BRG Kirchengasse, war von 2012 bis 2016 als Bildungsmanager an der Pädagogischen Hochschule Steiermark für die Fortbildung im Fach Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung verantwortlich und ist seit 2012 Lecturer für Geschichtsdidaktik am Institut für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz. Er setzt sich in Forschung und Lehre insbesondere mit der Relevanz fachsprachlicher Kompetenz im historisch-politischen Lernen auseinander, arbeitet aber auch zu außerschulischem Lernen, erinnerungskulturellen Phänomen sowie zu Quellenorientierung und Perspektivität im historischen-politischen Lernen.

Habilitationsprojekt

Seit den wegweisenden Arbeiten von Klaus Bergmann in 1980er und 1990er Jahren (Bergmann 2000) wird Multiperspektivität als bedeutsames geschichtsdidaktisches Prinzip beschrieben, das – basierend auf der unabdingbaren Perspektivität und Selektivität jeglicher historischer Aussage – für die Auswahl, die didaktische Aufbereitung und den unterrichtlichen Einsatz von Quellen und Darstellungen von besonderer Relevanz ist.

Die Produktion geschichtlichen Wissens, und in weiterer Folge auch das historische Lernen, geht immer sprachgebunden vonstatten. Mehr noch: Geschichte ist – ob in der Wahrnehmung vergangener Wirklichkeit(en), deren Darstellung, Rezeption oder Diskussion – ohne Sprache schlicht unmöglich; im besten Wortsinn undenkbar. Dieser Themenlage hat sich die Geschichtsdidaktik erst in den letzten Jahren zugewandt (vgl. Handro/Schönemann 2010; Handro 2015). Seither kreist die Diskussion um Chancen und Risiken eines sprachaufmerksamen Geschichtsunterrichts (vgl. Kühberger 2017), empirische Zugänge fehlen aber weitgehend (vgl. Hartung 2013), obwohl es sich beim Verhältnis von Sprache und Geschichte Saskia Handro folgend um ein „Schlüsselproblem“ der Geschichtsdidaktik handelt.

Das gegenständliche Forschungsvorhaben nimmt dieses Desiderat auf und wendet sich der Frage zu, welche sprachlichen Schwierigkeiten sich Schülerinnen und Schülern im Umgang mit Perspektivität, insbesondere im produktiven Bereich, entgegenstellen. Der Vortrag verdeutlicht die Stellung von Multiperspektivität im historischen Lernen und möchte einige grundlegende sprachliche Herausforderungen diskutieren, die mit der narrativen Umsetzung dieser Multiperspektivität zusammenhängen. Abschließend wird zudem knapp der geschichtswissenschaftliche Rahmen für die angestrebte Untersuchung multiperspektivischen historischen Lernens präsentiert, um anhand des Materials das verfolgte Forschungsdesign zu diskutieren.

 

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