Workshop für Habilitand:innen „Methoden der empirischen Unterrichtsforschung“
Empirische Forschungsmethoden umfassen nicht nur die Durchführung und Auswertung von Untersuchungen, sondern insbesondere auch die Planung und die Entscheidung für ein Untersu chungsdesign. Davon hängt entscheidend ab, ob sich die gewonnenen Ergebnisse valide inter pretieren lassen (oder empirisch wertlos sind). Anders als das Labor bietet das schulische Feld hierbei besondere Herausforderungen, da Untersuchungen mit dem Schul- und Unterrichtsalltag vereinbar sein müssen, wenn ihre Durchführung akzeptiert werden soll, und sich nicht nur den Kriterien der internen Validität, sondern auch der ökologischen Validität stellen müssen. Insofern es keine kanonisierte Methodologie der empirischen Unterrichtsforschung gibt, bedarf es vor allem bei umfangreicheren Forschungsvorhaben einer differenzierten Kenntnis möglicher Methoden des empirischen Zugangs und häufig eines besonderen methodischen Einfallsreich tums, um die eigenen Fragestellungen bestmöglich zu operationalisieren. Ein Halbtagesworkshop kann hier nur dafür sensibilisieren, an welchen frühen Stellen des For schungsprozesses besondere Planungssorgfalt notwendig ist, und einige häufige oder erwart bare Probleme und Lösungen aufzeigen. Diese betreffen unter anderem das Verhältnis von theo retischen Konstrukten und ihren Operationalisierungen sowie die besonderen Rollen von Lehr kräften im schulischen Forschungsfeld. Exemplarisch können auch Fragen behandelt werden, die von den Teilnehmenden mit Blick auf ihre eigenen Forschungsvorhaben eingebracht wer den. Fragen der qualitativen oder quantitativen Auswertung von Daten werden allenfalls am Rande behandelt; es geht in dem Workshop vielmehr darum zu zeigen, dass und in welcher Weise For schungsmethoden in weit früheren Phasen des Prozesses eine wichtige Rolle spielen.
Workshop-Leitung
Joachim Grabowski ist Professor für Pädagogische Psychologie und Privatdozent für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der kognitiven Sprachpsychologie, insbesondere in der Schreibprozessforschung und der Förderung von Schreibkompetenz.
Anmeldung und weitere Informationen
Bitte geben Sie uns bei der Anmeldung folgende Informationen bekannt: Akademische(r) Grad(e), Fachbereich der (angestrebten) Habilitation, (Arbeits-)Titel des Habilitationsprojekts, Institution & Institut.